6 Tipps für die Krise 2020

Gerade schwierige Zeiten bieten großes Potenzial. In ihnen kannst Du reflektieren, neue Erkenntnisse gewinnen und Dich weiterentwickeln. Mit den folgenden 6 Tipps nutzt Du die Krise 2020 für Dich.

1. Akzeptiere die Krise und werde aktiv

Vielleicht bist Du unglücklich, weil die Realität momentan nicht so ist ist, wie Du sie Dir vorgestellt hast. Vielleicht wolltest Du verreisen, Dich mit Freunden im Cafe treffen oder sogar heiraten. Stattdessen ist vieles momentan nicht möglich und Du verbringst die meiste Zeit daheim. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

  1. Du kannst mit der Krise hadern und darauf warten, dass etwas passiert. Diese Möglichkeit ist emotional belastend und bringt Dich nicht weiter, da Du die Verantwortung über Dein Leben abgibst. Entscheide Dich stattdessen für die zweite Möglichkeit.
  2. Du akzeptierst die Krise, indem Du sagst: „Was ist, das ist.“ Damit lässt Du belastende Gefühle los. Das setzt Energie frei. Nutze diese Energie und hol Dir mit den folgenden Tipps die Verantwortung über Dein Leben zurück.

Merke: Du allein entscheidest über Deine emotionale Verfassung, egal was von außen an Dich herangetragen wird. Diese wunderschöne Erkenntnis gibt unendlich Kraft und macht Dich frei.

2. Reflektiere über Dein Leben

Dieser Tipp wird Dir Spaß machen. Nutze die Krise, um über Dich und Dein Leben zu reflektieren. Nimm Dir dazu etwas Zeit. Sei ungestört und schalte Dein Smartphone, Musik, etc. ab. Nur Du und Deine guten Gedanken. Schließe die Augen und überlege: 

  1. Wer bist Du wirklich?
  2. Was soll der Sinn Deines Lebens sein?

Wahrscheinlich werden Deine Gedanken zwischendurch abwandern. Das ist normal und vollkommen in Ordnung. Sobald Du das merkst, komm einfach wieder zu den beiden Fragen zurück.

Schreibe die drei bis fünf wichtigsten Ergebnisse bzw. Ziele auf. Notiere dabei auch, WARUM Du für diese Ziele brennst. Das WARUM ist Deine Motivation und wenn Du Dir darüber im Klaren bist, wirst Du Deine Ziele mit Leichtigkeit und Ausdauer verfolgen.

Perfektion ist hierbei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Du einen Ausgangspunkt hast, etwas Schriftliches, das Du Dir vor Augen führen und auf das Du Dich fokussieren kannst. Wenn Du diese Übung regelmäßig wiederholst, werden Deine Ergebnisse präziser werden.

3. Verbessere Deine Gewohnheiten

Gleiche Deine Ergebnisse aus Tipp 2 mit Deinen Gewohnheiten ab. Du wirst feststellen, dass manche Gewohnheiten förderlich für Deine Ziele sind – andere Dich jedoch davon entfernen. Wenn Du bspw. 30 Klimmzüge schaffen möchtest, dann ist es förderlich, wenn Du regelmäßig Klimmzüge trainierst. Auf der anderen Seite wäre es kontraproduktiv, wenn Du dauernd Fast Food isst und dadurch Übergewicht hast. Zusammengefasst: Du wirst zu Deinen Gewohnheiten.

Durch die Krise bist Du wahrscheinlich viel daheim und hast mehr Flexibilität, was die Struktur Deines Tages angeht. Nutze das. Gib Deinem Tag eine gute Struktur, die Dich Deinen Zielen näherbringt. Füge gute Gewohnheiten hinzu und baue schlechte Gewohnheiten ab. Ändere zu Beginn nur wenige Gewohnheiten, damit es Dir leicht fällt. Sobald sich die Änderungen normal anfühlen bzw. Du sie automatisch machst, fahre mit den nächsten Änderungen fort.

Anmerkung: Überlege auch, wie Du Dein Smartphone und Social Media nutzt. Bist Du den ganzen Tag erreichbar und reagierst sofort auf alle eingehenden Nachrichten? Fördert das Deine Ziele oder lenkt es Dich davon ab? Wer steuert hier wen – Du Dein Smartphone oder Dein Smartphone Dich? Wäre es eine Verbesserung, Emails und Social Media nur noch morgens und abends zu nutzen und sonst Tipp 4 zu beherzigen?

4. Arbeite richtig

Es kommt weniger darauf an, dass Du besonders viel oder hart arbeitest. Entscheidend ist, dass Du in die „richtige Richtung“ arbeitest und Ergebnisse erzielst.  

Doch was ist die richtige Richtung in der Krise? Es ist unklar, wie lange sie dauern wird und wie die Welt danach aussieht. Definitiv wird es aber eine andere Welt sein. Überlege, was das schlechteste Szenario für Dich wäre und bereite Dich darauf vor. Entwickle einen Plan, wie Du selbst dieses Szenario so gut wie möglich für Dich machst.

Nachdem Du das schlechteste Szenario für Dich gelöst hast, überlege wie Du von der Krise sogar richtig profitieren kannst. Denn gerade Zeiten großer Veränderungen bieten große Chancen. Wie verändern sich die Welt und das Verhalten der Menschen? Was wird in Zukunft wichtig sein? Wie kannst Du das nutzen?

5. Werde stärker

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Deine Ernährung zu verbessern. Bereite Dein Essen selber zu und ernähre Dich ausgewogen, frisch, saisonal und regional. Meide Fast Food, Fertiggerichte und industriell hergestellte Süßigkeiten. 

Treibe regelmäßig Sport. Die physischen und psychischen Effekte sind immens. Gut in der Krise machbar ist eine Kombination aus moderatem Laufen oder Radfahren und Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der App Freeletics gemacht. (Anmerkung: Solltest Du über 35 Jahre alt als sein, Übergewicht, eine chronische Erkrankung, Diabetes oder andere gesundheitliche Probleme haben, beginne mit dem Sport erst, nachdem Du einen sportärztlichen Check gemacht hast. Solltest Du zudem sportlich unerfahren sein, suche Dir professionelle Anleitung. Die gibt es „krisentauglich“ auch im Internet.)

Trainiere neben Deinem Körper auch Deinen Geist und meditiere. Der positive Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden ist wissenschaftlich erwiesen. Wenn Meditation neu für Dich ist, dann empfehlen wir die App Headspace, mit der wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

6. Hab Spaß und hilf

Sei gut zu Dir und hab Spaß. Das macht alles leichter und entspannter. Du kannst auch beginnen, ein Tagebuch zu führen. Schreibe darin jeden Tag zwei Punkte auf, die an diesem Tag besonders schön waren, und eine Sache, die Dir besonders gut gelungen ist. Blättere ab und an in Deinem Tagebuch und lies ein wenig. Es ist ein schönes Gefühl, die positiven Momente wieder aufleben zu lassen, und macht Lust auf mehr.

Gerade Zeiten wie diese führen uns vor Augen, was im Leben wirklich zählt. Es sind die menschlichen Beziehungen und die kleinen Dinge. Bleib verbunden. Sei es durch ein Gespräch mit Abstand, ein Telefonat oder eine Nachricht. Wir sind alle in derselben Situation. Tue anderen etwas Gutes und Du wirst es selber viel leichter haben.

Es ist Deine Entscheidung. Beginne!

Stand: 13.04.2020

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Dr. Peter Stiller

Dr. Peter Stiller
Serial entrepreneur, Ironman, Harvard Business school